"Gehen weg wir warme Semmeln", dieser Spruch trifft zu - heute wie gestern. Und besonders nach den Kriegsjahren war der Heißhunger auf frische Backwaren und Kuchen kaum zu stillen.
Da schien der Bau einer eigenen Bäckerei für meinen Vater, Willi Ebbing, genau das Richtige zu sein. Es wurde in die Hände gespuckt, und nach einer großen Portion Eigenleistung verkaufte die Bäckerei Ebbing am Paradiesweg erstmals im Dezember 1949 ofenfrische Brötchen.
Das Geschäft entwickelte sich gut, Verkaufswagen rollten durch Coesfeld, und die Backstube musste mehrmals vergrößert werden..
Schon 1983 wurde die erste Filiale beliefert, sieben Jahre später waren es bereits sechs, und noch im Jahre 1988 erhielt der Betrieb am Paradiesweg eine gründliche Modernisierung und Erweiterung.
Trotzdem - schon nach wenigen Jahren herrschte erneut akuter Platzmangel. Die Stellflächenknappheit, wenig Raum zum Abpacken, schmale Rangiergänge und nur eine Einfahrt für die vier Lieferfahrzeuge erforderten von allen Ebbing - Mitarbeitern neben der Einhaltung eines exakten Zeitplanes auch eine gehörige Portion Geduld und Wendigkeit.
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